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Als 2003 meine Stelle auf Teilzeit
reduziert wurde, kam erstmals seit meiner Kindheit (da durfte ich allerdings
nicht) wieder der Gedanke an einen Hund auf. Wir wohnten ideal und dachten
eigentlich, unser Vermieter hätte nichts gegen einen Hund einzuwenden.
Tja, falsch gedacht, er machte sich doch Sorgen um das saubere Treppenhaus...
;-( Blöd war, dass wir noch nicht mal ein Jahr dort wohnten, und
die Wohnung super war - schon wieder umziehen?!? Irgendwie konnten wir
uns dazu noch nicht durchringen.
Eine
kurze Begegnung mit Bobby
Irgendwann mal hatte ich in
einem Inserat vom Tierheim Bad Driburg gelesen, dass sie Gassigeher und
Paten suchten. Okay, Patenhund ist ja erst mal nicht schlecht. Also ging
ich im November hin und trug mein Anliegen vor. Ich hatte Glück,
der Leiter hatte Zeit (heute kriege ich ihn kaum noch zu sprechen ;-)),
führte mich rum und zeigte mir vielleicht acht Hunde, für die
sie Paten suchten.
Ganz zum Schluss standen wir
am Freilauf von Bobby und Vigo, die
wüst kläffend immer wieder an den Zaun sprangen. Er deutete
auf Bobby und meinte, das sei auch "ein ganz Lieber". Hm, konnte
ich so grad nicht erkennen ;-) Aber süß sah er ja aus...
Er holte ihn also heraus, und
so hatte ich nach über 25 Jahren (als Kind hab ich Nachbarshunde
ausgeführt) erstmals wieder eine Leine in der Hand und zockelte los.
Bobby lief zwar ganz prima
an der Leine, machte aber irgendwie einen schreckhaften Eindruck. Einmal,
als ich ihn anrief und zu mir locken wollte, warf er sich platt auf den
Boden und zeigte mir deutlich, daß er nicht angefaßt werden
wollte. Obwohl ich echt noch nicht viel Ahnung hatte, war mir klar: der
hat Schiß! Ich ließ ihn also in Ruhe und ging noch ein Weilchen.
Später im Tierheim ging
ich noch mal so rum und auch noch 2 mal zu Bobby und Vigo. Wieder hingen
beide kläffend im Zaun, kein Zeichen des Wiedererkennens seitens
Bobby. Jedenfalls kam es mir so vor. Und es war schlicht so, dass ich
Schiß vor IHM hatte *g*
Wieder zuhause, ließ
mich auch Eiko nicht in
Ruhe: dieser Hund mit seinem superkuschligen Pelz, war mir auch vorgestellt
worden - und hatte mich freundlich wedelnd begrüßt und sich
kraulen lassen. Also ging ich das nächste mal mit ihm Gassi - und
dabei blieb es auch erst mal eine Weile...
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Lupo
sucht sich seine Leutchen ;-)
Das war zwar erst mal
traurig für Bobby, hatte aber erfreuliche "Nebenwirkungen":
Eikos Nachbar, an dem man zunächst immer vorbeikam, kam immer
freudig an den Zaun gelaufen, wollte gekrault werden und natürlich
Leckerchen abstauben *g* Bei ihm mussten wir immer erst einen Zwischenstop
einlegen. Wir fanden, er hätte ein bisschen was wölfisches
und tauften ihn - Lupo
Das
ging ganz schnell: ein paar mal "Lupo!" gerufen, wenn
er kam, Leckerli gegeben, und schon reagierte er auf seinen Namen
:-) Vor allem mein Freund "verliebte" sich in Lupo, und
so nahmen wir bald immer beide mit auf Tour. Bislang kannten sie
sich ja nur durch den Zaun, aber auch ausserhalb vertrugen sie sich
gut.
Lupo verhielt sich anfangs
etwas eigenwillig an der Leine: häufig zog er stark,
aber v.a. bekam öfter seine "Anfälle" - ganz
plötzlich raste er wie angstochen los, hin und her kreuz und
quer, immer volles Mett in die Leine knallend... Was ihn dazu trieb,
war uns unklar, aber es waren immer etwas anstrengende Momente.
Heute denken wir, es
hat was mit Lebensfreude zu tun: er flippt immer noch hin und wieder
so aus (vorzugsweise OHNE Leine), und v.a. wenn Schnee liegt, oder
das Wetter wenigstens kühl und windig ist :-)
Sein "unschönes"
Leinenverhalten hat sich erstaunlicher Weise von selbst erledigt,
ohne daß wir daran gearbeitet hätten. Anscheinend haben
wir hier ein Exemplar von Hund, das von sich aus zu der Einsicht
kam, dass Leinezerren doof ist... *g* Aber im Ernst: er hat nach
relativ kurzer Zeit einfach damit aufgehört!
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Ein
zweiter - und letzter - Versuch mit Bobby
Es hat ungefähr
einen Monat gedauert, bis ich mitbekam, daß es da jemanden
gab, der am Wochenende je drei mal mit Eiko ausging. Komischer Weise
waren wir vorher noch nie "kollidiert". Kurz vor Weihnachten
lernten wir uns dann kennen und verabredeten auch gleich einen gemeinsamen
Spaziergang. Von da an gingen wir häufiger zusammen los - macht
ja mehr Spaß! Aber: DREI Leute mit ZWEI Hunden? Das war Verschwendung!
Ich
hing zwar mittlerweile sehr an Eiko, aber dass er 5 oder 6 mal die
Woche ausgeführt wurde, andere hingegen selten oder gar nicht...
Zugegebenermaßen etwas schweren Herzens ließ ich mir
also wieder Bobby, den alten Kläffer, an die Hand geben.
Ein paar mal ging ich
allein mit ihm spazieren, aber dann brachten wir die drei zusammen.
Es stellte sich heraus, dass Bobby ein echter "Derwilldochnurspielen"
ist *g* Ungestüm wie ein junger Hund ging er auf beide zu und
wollte am liebsten sofort mit ihnen lostoben. Das klappte aber nicht
so recht, denn zum einen ist das recht ungüngstig an der Leine,
zum anderen kannten unsere beiden rumänischen Exstreuner das
gar nicht so! Eiko reagierte sogar recht schroff und schnappte nach
diesem aufdringlichen Kindskopp, damit dieser ihn endlich in Ruhe
ließ. Lupo machte zwar auch zunächst einen etwas "genervten"
Eindruck, drehte aber einfach nur Kopf und/oder Körper ab und
blieb recht gelassen. Nach
einigen gemeinsamen Gängen war es soweit: Lupo stieg auf die
Spieleaufforderung ein! Und ein bisschen ließen wir sie dann
auch "kabbeln".
Letztlich verstanden
sich alle drei prima, Eiko und Lupo zogen sogar zusammen, und an
den Wochenenden flogen wir noch viele, viele Male gemeinsam aus.
Wir hatten jeder unseren Liebling gefunden - oder eben sie uns...

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